RP-Kontext – Texter und Wortfinder aus Leidenschaft

29. April 2012 | Von | Kategorie: Interview

RP-KonText - Konzeption & Text. Das Eloquäntchen MehrRoman Pfüller, seit 2010 selbständig im Bereich Konzeption und Textentwicklung hat sich bereit erklärt meine Fragen in einem Interview zu beantworten. Neben Fragen rund um das Unternehmen war ich natürlich auf der Suche nach wertvollen Tipps für meine Leser. Ich wollte herausfinden woran man gute Texte erkennt.

Bitte stelle Dich und Dein Unternhemen vor, damit sich meine Leser ein Bild von Deiner Tätigkeit machen können!

Ich habe am 1. Februar 2010 den Schritt in die berufliche Selbständigkeit gewagt. Meine eigentliche Leidenschaft liegt im texterischen Bereich. Ich befasse mich mit Claim-Findung und Namens-Entwicklung für Unternehmen sowie deren Produkte und Leistungen. Ich schreibe Texte aller Art, das heißt redaktionelle Beiträge, News-Texte, Werbe-Texte etc. und diese auch unter dem Gesichtspunkt der Redaktionellen Suchmaschinenoptimierung. Ich befasse mich außerdem mit der Entwicklung und Umsetzung von Marketing- und Kommunikationskonzepten.

Auf Deiner Webseite liest man “RP-KonText – Konzeption & Text. Das Eloquäntchen Mehr”. Was verstehst Du darunter bzw. was verbindest Du damit?

Ich habe lange überlegt, ob ich mir einen Namen verpasse und vor allem welchen. Name und Claim bedeuten für mich, dass meine Arbeit stets auch im Kontext zu mir steht. Ich bin das, was ich tue. Weiter bedeutet es, dass Konzeption und ebenso Text integriert zu betrachten sind. Alles steht immer in (irgendeinem) Zusammenhang. „Das Eloquäntchen Mehr“ ist einfach nur ein Hinweis auf Wortverspielt- und -gewandtheit und dass ich eben mehr zu bieten habe als viele Wettbewerber.

Auf Deiner Webseite findet man nicht viele Informationen über Dich und Deine Tätigkeit. Ist der Ausbau Deiner Webseite in Planung und vorallem wie finden Dich Deine Kunden derzeit?

Selbstverständlich ist meine Webseite in Planung. Aber wie heißt es so schön: „Der Schuster selbst hat stets die schlechtesten Leisten.“. Meine Aufträge finde ich bisher fast ausschließlich über meine Kontakte, mein „Netzwerk“ und über Empfehlungen. In der Werbe-Branche geht nichts über die gute alte Mundpropaganda.

Als Texter und Wortfinder entwickelst Du Ideen, Konzepte und Strategien für Kommunikation und Marketing. Was sind die größten Herausforderungen und Stolpersteine bei Deiner unternehmerischen Tätigkeit?

Wie viel Zeit hast Du? Hierüber könnte ich mich stundenlang auslassen.
Die großen Schwierigkeiten sind, die (potenziellen) Kunden von der Notwendigkeit einer Strategie beziehungsweise eines Konzepts zu überzeugen. Dass diese Denkarbeit dann auch noch bezahlt sein muss, ist vielen unverständlich. Viele Unternehmen wollen nur punktuell agieren. Allerdings bringt das auf kurze Sicht nichts und mittel- und langfristig erst recht nicht. Man braucht Strategien. Texterisch sieht es noch viel mühseliger aus. Die Kundenmeinung ist zumeist: „Schreiben können wir selbst.“. Viel Akquise-Arbeit, viele Kundengespräche fordern Zeit und auch monetären Aufwand. Aber man „fängt“ einen Kunden nach wie vor nur im persönlichen Gespräch. Am wichtigsten für einen Selbständigen: Nicht von Durststrecken abschrecken lassen!

In punkto Suchmaschinenoptimierung kommt es immer mehr auf einzigartige Texte (unique Content) und die richtige Keyworddichte an. Kurz gesagt, es werden immer größere Ansprüche an den Text und Informationsgehalt an sich gestellt. Wie wichtig findest Du selbst diese Thematik und konntest Du von dieser Entwicklung bereits profitieren?

In Zeiten von Dauerfeuer auf allen medialen Kanälen und dadurch zunehmender Informations- und Daten-Redundanz ist es sehr schwer, einzigartige Inhalte zu generieren.
Sprache ist zudem sehr vage und beschränkt. Von daher ist es wirklich schwierig, gut zu schreiben, vor allem im Hinblick auf SEO. Eine hohe Keyword-Dichte lässt einen Text schnell künstlich und oft sogar ganz fürchterlich wirken.
Die Gedanken, die dahinterstehen, sind schon recht gut und durchaus nachvollziehbar. Ich habe eine Zeit lang als SEO-Texter und Projektmanager im Bereich Redaktionelle Suchmaschinenoptimierung gearbeitet. So richtig ist diese wichtige Thematik aber noch nicht bei den Kunden angekommen.

Im Internet schießen Textbroker Angebote ala textbroker.de wie Pilze aus dem Boden. Firmen können dort Texte verschiedener Qualitätsstufen für geringes Budget einkaufen. Im Umkehrschluss bedeutet das eine schlechte Bezahlung für Autoren, die Angebote werden jedoch von Autoren in auftragsschwachen Zeiten immer wieder gern genutzt. Welche Meinung hast Du zu solchen Textbrokern und nutzt Du diese Angebote in irgendeiner Form?

Diese Angebote betrachte ich mit einem Kopfschütteln. Qualität und Einzigartigkeit lassen, meines Erachtens nach, arg zu wünschen übrig. Wenn man bedenkt, dass zu einem guten Text die Recherche-Arbeit, der Unique Content und oftmals auch ein an das Unternehmen angepasster Schreibstil gehören, muss ich wohl nicht weiterreden. Ich persönlich bediene mich solcher Arbeitsmöglichkeiten nicht, da für mich der Aufwand in keinerlei Relation zum Nutzen steht.

Der Titel eines Beitrages wird oft als wichtigster Bestandteil eines Beitrages bezeichnet, weil bereits der Titel darüber entscheidet ob ein Beitrag gelesen wird oder nicht. Worauf kommt es bei einem guten Titel an und welche Möglichkeiten gibt es, dies umzusetzen? Mit welchen Tricks arbeiten professionelle Texter wie Du?

Eine gute Headline – die Begriffe „Titel“ oder „Überschrift“ scheinen im deutschen Werber-Wortschatz ja leider nicht mehr zu existieren – ist das A und O. Ein Parade-Beispiel dafür ist die BILD-Zeitung. Dort werden quasi nichtssagende Inhalte per Überschrift zu Mega-Schlagzeilen aufgeblasen. Ein Titel muss kurz und prägnant sein. Er muss Appetit machen oder ein Aufreger sein, ein Blickfang eben. Dabei gilt es einfach, den Inhalt anzuschauen und dessen Essenz gut zu verpacken. Tricks? „Klappern gehört zum Handwerk.“ – Wer in der Menge nicht laut ist, wird nicht gehört. Sensationen, Revolutionen, Sex und Humor sind immer Zugpferde. Als Autor muss man Mut haben.

Was unterscheidet Deiner Meinung nach einen redaktionellen Beitrag von einem Beitrag, der eine Werbebootschaft vermitteln muß? Was ist zu beachten um die jeweiligen Anforderungen optimal umzusetzen?

Ein redaktioneller Beitrag beinhaltet eine objektive und damit neutrale Berichterstattung. In der Rechtsprechung setzt man dabei „die Auffassung eines durchschnittlich informierten, aufmerksamen und verständigen Verbrauchers“ als Bewertungsmaßstab an. Was auch immer das heißen mag?! Ein solcher redaktioneller Beitrag sollte schon in seiner Gestaltung als Beitrag der Redaktion beziehungsweise des Autors selbst erkennbar, das heißt nach Schriftbild und Layout einheitlich gestaltet sein. Ein werblicher Text ist eben genau das Gegenteil: subjektiv. Der Autor nimmt einen Standpunkt ein, vertritt eine Meinung – bei Werbung natürlich durchweg positiv besetzt! Das so gern benannte „Alleinstellungsmerkmal“, Vorteile und Vorzüge werden betont und somit der Grund, warum man etwas unbedingt haben oder probieren muss. Inzwischen darf man ja vergleichend werben. Das vereinfacht vieles. Natürlich sollte dabei trotzdem stets der gute Ton gewahrt werden. Mit Schlamm wird schließlich niemand gern beworfen.

newsbaron.de ist ein Newsportal, aber gleichzeitig lesen hier viele Blogger und sind auf der Suche nach wertvollen Tipps. Was würdest Du den Bloggern aus der Sicht der Textgestaltung mit auf den Weg geben? Worauf kommt es wirklich an?

Darüber zu reden, ist immer leicht. Jeder sollte versuchen, seinen eigenen Schreibstil zu finden und zu entwickeln. So etwas schafft Authentizität und Glaubwürdigkeit. Zudem sollte man sich über die Textlänge und eine gewisse inhaltliche Gliederung Gedanken machen. Muss man wirklich alles sagen beziehungsweise schreiben? Reicht es nicht, sich auf Kern-Aussagen zu beschränken? Weniger ist auch hier oft mehr. Zu lange Texte werden einfach nicht gelesen. Interessante und wichtige Nebeninformationen sollte man dabei trotzdem nicht vernachlässigen. Ein guter Blog hat nach meiner Auffassung auch immer einen gewissen Esprit.

Was ist Dein größtes Ziel? Was möchtest Du unbedingt noch erreichen?

Uff! Gute Frage. Ziele habe ich viele: den Weltfrieden, Krebs zu heilen. Nein, im Ernst, das kommt ganz auf den Lebensbereich an. Privat würde ich gern irgendwann eine Familie gründen, Kinder in die Welt setzen. Beruflich hätte ich gern viel mehr mutige Kunden und Budgets, bei denen man sich so richtig austoben kann.

RP-KonText - Roman PfüllerKonzeption & Text
Roman Pfüller
Weststraße 59
09112 Chemnitz

Kontakt:
Mobil: +49(0)1747905167
E-mail: info@rp-kontext.de
Web: www.rp-kontext.de
Facebook: facebook.com/RPKonText.de

Ich bedanke mich für dieses äußerst interessante Interview!

Auf der Suche nach Fans bei Google+, Facebook und Twitter blogge ich mir die Finger wund und bin ständig auf der Jagd nach aktuellen, coolen und vor allem angesagten Themen und News. Ich konstruiere Blogbeiträge die Dich umhauen und sende diese direkt in Dein Kinderzimmer. Mitreden ist in diesem Blog ausdrücklich erwünscht und so freue ich mich ganz besonders auf eure Kommentare und Trackbacks.

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