Zwingt Google als Monopolist zur kostenpflichtigen Werbung?

19. März 2013 | Von | Kategorie: Marketing

Google-ShoppingLaut aktuellen Zahlen von seo-united.de vom März 2013 nutzen 90,2% aller Internetnutzer die Suchmaschine Google bei ihren Recherchen im Internet. Im Umkehrschluss ausgedrückt: nur 9,8% der Internetnutzer verteilen sich bei ihren Recherchen auf die anderen Big-Player Suchmaschinen. Die Suchmaschine Google genießt also eindeutig eine weltweite Monopolstellung und ist die größte und meistgenutzte Suchmaschine der Welt.

Wie wurde Google zum Gigant der Suchmaschinen

Seit dem 27.09.1998 ist die Suchmaschine unter dem Name Google online. Das Wort „googeln“ ist in aller Munde und bezeichnet das Suchen mit Google im Internet. 2004 hat es das Wort „googeln“ in den Duden geschafft. Google war die erste Suchmaschine im Internet, welche seine Suchergebnisse in Abhängikkeit zur Relevanz der Suchanfrage ausgibt. Damit revolutionierte Google den Suchmarkt. Außerdem war Google immer dafür bekannt, zusätzliche Dienste kostenlos anzubieten, welche es sonst nur kostenpflichtig an anderen Stellen im Internet gab. Eines der besten Beispiele dafür ist Google Shopping. Mit dem Wachstum von Google wuchs auch das Geschäftsfeld der Suchmaschinenoptimierung. Dabei geht es darum, Webseiten so zu gestalten, dass diese für Google besonders wichtig erscheinen und auf den ersten Seiten der Suchergebnisse erscheinen. Google war dabei nicht manipulationsfrei und hatte seit jeher Probleme mit manipulierten Suchergebnissen. Gegen dieses Problem geht Google seit mehreren Jahren vor. Seit Ende 2010 werden Updates in den Suchalgorhytmus eingespielt, die hauptsächlich unerlaubte Optimierung und Webseiten von schlechter Qualität erkennen und abstufen.

Wirtschaftliche Aspekte rund um Google

Die Haupteinnahmequelle für Google ist das Werbeprogramm AdWords. Webseitenbetreiber können kostenpflichtig Werbung auf einzelne Keywords schalten. Die AdWords Werbeanzeigen werden oberhalb und neben den organischen Treffern angezeigt und versprechen eine hohe Klickrate. Je mehr man bereit ist, für einen Klick zu bezahlen, desto höher wird man unter den AdWords Anzeigen gelistet. Die Anzeigen können zudem im Werbenetzwerk kontextbezogen (auf themenrelevanten Webseiten) ausgeliefert werden. Mit dem AdWords Programm verdiente sich Google ein goldenes Näschen.

Für viele Unternehmen ist Google auch zu einem wirtschaftlichen Aspekt mutiert. Google ist die meistgenutzte Suchmaschine der Welt. Die Position in Google entscheidet oftmals über Umsatz und Absatzzahlen der Unternehmen. Für Unternehmen gibt es die Möglichkeit, die Webseite für die organischen Suchergebnisse zu optimieren oder Traffic über das AdWords Werbeprogramm zu kaufen. In vielen Bereichen sind die Klickpreise in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Google-Shopping wird 2013 kostenpflichtig

Im Februar 2013 stellt Google den Dienst Google-Shopping auf ein kostenpflichtiges Modell um. Dabei handelt es sich um eine Kombination zwischen Adwords und Google-Shopping. Je mehr man bereit ist pro Klick zu bezahlen, desto besser steht man in den Shopping Suchergebnissen da. Daran ist eigentlich nichts Verwerfliches festzustellen. Google als Wirtschaftsunternehmen arbeitet gewinnorientiert und versucht den höchstmöglichen Umsatz zu erzielen. Verwerflich wäre für mich nichts, könnte man die Updates im Vorfeld und vielleicht einige Updates die noch kommen werden, einfach ausblenden. Das können wir aber nicht.

Wohin entwickelt sich Google

Unter dem Vorwand, die Suchergebnisse zu verbessern, führt Google seit Ende 2010 immer wieder Updates mit gravierenden Auswirkungen durch. Laut der Aussage von Google geht es darum, Spammethoden zu bekämpfen und Webseiten mit schlechten Inhalten schlechter zu listen. Dies hat dazu geführt, dass sämtliche Preisvergleiche nahezu aus dem Index von Google verschwunden sind. In diesem Zusammenhang betrachtet, erscheint die kostenpflichtige Produktsuche wie eine Phrase und man fragt sich, wer denn als nächstes dran ist. Wie der Google-Sprecher Matt Cutts bereits angekündigt hat, gibt es in Kürze ein Update gegen schlechte Onlineshops. Ich fasse einmal kurz zusammen wie Marketing funktioniert.

3 Schritte zum kostenpflichtigen Google-Shopping Umsatz Booster

  • Wettbewerb ausschalten (Preisvergleiche abstufen)
  • kostenpflichtigen Dienst Google-Shopping einführen
  • Onlineshops abstrafen, um ihnen das kostenpflichtige Google Shopping aufzuzwingen

Übringens mit Google-Cars git es auch eine Plattform für den Autohandel und der Hotelfinder tümpelt zwar so vor sich hin, steht aber bereits in den Startlöchern. Ich bin gespannt, wann hier der Wettbewerb nicht mehr den Qualitätsrichtlinien für organische Suchergebnisse entspricht.

Die Entwicklung rund um Google stimmt mich sehr nachdenklich. Was kann man tun, um diese Entwicklung zu stoppen? Welche Alternativen hat man? Ich würde mich über eine rege Diskussion freuen.

Auf der Suche nach Fans bei Google+, Facebook und Twitter blogge ich mir die Finger wund und bin ständig auf der Jagd nach aktuellen, coolen und vor allem angesagten Themen und News. Ich konstruiere Blogbeiträge die Dich umhauen und sende diese direkt in Dein Kinderzimmer. Mitreden ist in diesem Blog ausdrücklich erwünscht und so freue ich mich ganz besonders auf eure Kommentare und Trackbacks.

Facebook Twitter Google+ 

VN:F [1.9.22_1171]
Bitte bewerten Sie diesen Beitrag
Rating: 5.0/5 (14 votes cast)
Zwingt Google als Monopolist zur kostenpflichtigen Werbung?, 5.0 out of 5 based on 14 ratings
Schlagworte: , , , ,

4 Kommentare auf "Zwingt Google als Monopolist zur kostenpflichtigen Werbung?"

  1. […] Zwingt Google zur kostenpflichtigen Werbung? – Laut aktuellen Zahlen vom März 2013 nutzen 90,2% aller Internetnutzer Google bei ihren Recherchen im Internet. Nur 9,8% der Internet-nutzer verteilen auf die anderen Big-Player Suchmaschinen. Weiter… […]

  2. […] auf ein kostenpflichtiges Modell umgestellt. Am 19.03.2013 habe ich in meinem Beitrag: “Zwingt Google als Monopolist zur kostenpflichtigen Werbung?” auf die Risiken der aktuellen Entwicklung hingewiesen. Viele Shopbetreiber berichteten über […]

  3. Sascha sagt:

    Verwerfliches Geschäftsmodell? Sicherlich, jedoch legitim. Google ist eben keine staatliche Institution, sondern eine AG, welche ihren Aktionären dient. Google wird auf Dauer einfach an Marktmacht verlieren, denn die Suchergebnisse wie sie im Moment sind, sind einfach mangelhaft, dass werden auch bald Casual-Nutzer sehen. Vielleicht ist man sich dessen auch bewusst und schlachtet deshalb auf dem Zenit aus was geht?

  4. Sven sagt:

    Die Macht die Google ausstrahlt ist schon erheblich. Wie bereits geschrieben wurde, „googlen“ ist in aller Munde. Bei uns im Büro geht es sogar noch einen Schritt weiter. Wenn jemand etwas wissen will (z.B. irgendwas fachliches), dann bekommt er oder sie meistens die Antwort: Google weiß das. Frag da mal nach.

Schreibe einen Kommentar

Zum Anfang