Gran Premio bwin de España

6. Mai 2013 | Von | Kategorie: Newsticker

Gran Premio bwin de EspañaDie Rennstrecke in Jerez wurde 1986 fertig gestellt und war nur ein Jahr später bereits Gastgeber ihres ersten Grand Prix. Heute ist die Strecke einer der beliebtesten MotoGP-Schauplätze und ein Anziehungspunkt der sportfanatischen Stadt.

Jerez liegt in einer kleinen Senke im Süden Spaniens und ist mit durchgehend gutem Wetter und einer wunderschönen Landschaft gesegnet. Die zahlreichen Haupttribünen bieten gute Sichtgegebenheiten für bis zu 250000 Zuschauer.

Auswertung des Gran Premio bwin de España aus Deutscher Sicht:

Moto3™ Rennen, 15 Runden:

Auch das Rennen auf der Andalusischen Rennstrecke wurde, wie bereits vor zwei Wochen in Texas, durch einen schweren Sturz kurz gehalten. Nach Beendigung der 15. Runde stürzte Alan Techer (FRA) und das Rennen musste durch die rote Flagge abgebrochen werden.

Jonas Folger (#94) hatte einen guten Start aus der 7. Position heraus und lag bereits in der ersten Kurve an 4. Stelle. Er schaffte es das ganze Rennen hindurch konstant in der Führungsgruppe mitzufahren und sicherte sich mit dem dritten Platz sein erstes Podium der Saison 2013. Phillip Öttl (#65) kam als 20. ins Ziel. Florian Alt (#66) hatte ein sehr kurzes Rennen, denn dieses war für ihn nach zwei Runden bereits beendet. Toni Finsterbusch (#9) fuhr sechs Runden im Rennen mit und kam leider auch nicht ins Ziel.

Auch das Racing Team Germany hatte diesmal kein Glück. Nach einem wirklich guten Start lag der Fahrer Jack Miller (#8, AUS) in der Führungsgruppe und stürzte nach vier Runden aus dem Rennen. John McPhee (#17, GBR) sicherte sich seine ersten Meisterschaftspunkte und beendete den Spanischen Grand Prix auf dem elften Rang.

Das Moto3-Podium zierten auf Platz eins und zwei, vor Jonas Folger, Maverick Viñales (#25, SPA) und Luis Salom (#39, SPA).

Moto2™ Rennen, 26 Runden:

Auch in der Moto2-Klasse wurde das Siegertreppchen wieder von Spanischen Landsmännern dominiert. Esteve Rabat (#80, SPA) gewann den Gran Premio bwin de España vor Scott Redding (#45, GBR) und Pol Espargaró (#40, SPA).
Aus Deutscher Sicht war es auch dieses Mal wieder Marcel Schrötter (#23), der die Fahne hoch hielt und mit einem souveränen zehnten Platz erneut wichtige Meisterschaftspunkte sammeln konnte. Nach einem schwierigen Start in das Grand Prix Wochenende konnte Sandro Cortese (#11) sein Gefühl mit der Kalex verbessern und fuhr als 19. an der Zielflagge vorbei.
Ein weiteres starkes Rennen lieferte der Schweizer Dominique Aegerter (#77, SWI) ab, denn er wurde nach einem Start aus 13. Position Achter. Es war das erste Rennen der Saison für Thomas Lüth (#12, SWI), der nach seiner Verletzung in der Nachsaison 2012 erstmals wieder an den Start ging und sich an der Schmerzgrenze auf einen respektablen elften Platz kämpfte. Randy Krummenacher (#4, SWI) wurde 18.

MotoGP™ Rennen, 27 Runden:

Nach einem Start von achter Position hatte Stefan Bradl (#6) leider kein Glück und stürzte aus dem Rennen. Bradl hatte sich viel vorgenommen für den ersten Europa-Grand Prix der Saison 2013. Sein Ziel endlich seinen ersten MotoGP-Podiumsplatz einzufahren muss sich der junge Zahlinger nun für den nächsten Grand Prix aufheben, der am Pfingst-Wochenende in Le Mans, Frankreich stattfindet.
Auch bei den ersten drei der Königsklasse ging es turbulent zu. Dani Pedrosa (#26, SPA) gewinnt seinen ersten Grand Prix des Jahres auf heimischem Boden. Nach einem spektakulären “Gerangel” um die restlichen Podiumsplätze und einem Marc Marquez (#93, SPA)-Überholmanöver, wie man es noch aus seinen Moto2-Tagen kennt, geht dieser als Sieger hervor und wird vor Jorge Lorenzo (#99, SPA), der gestern seinen 26. Geburtstag feierte, Zweiter.
Das nächste Rennen ist der Monster Energy Grand Prix de France, der am 19. Mai in Le Mans stattfindet.

Was die Fahrer zu sagen hatten:

Jonas Folger: “Dieses Wochenende war nicht einfach, aber positiv. Wir waren in den freien Trainings immer voraus, mussten im Qualifikationstraining aber einige Rückschläge in Kauf nehmen, wodurch ich von der siebten Startposition aus ins Rennen gegangen bin. Wir mussten also heute morgen im Warm up hart arbeiten. Zu Beginn des Rennens habe ich mich mit den frischen Reifen recht wohl gefühlt, aber als die Reifen ein bisschen mehr runter waren, bin ich ein wenig herum gesprungen. Es schien als wolle mich mein Bike abwerfen, ich musste es ein bisschen langsamer angehen, um nichts zu riskieren. Aber wir sind endlich auf dem Podium gelandet und wir kommen dem Führungs-Trio jeden Tag etwas näher. In Le Mans müssen wir weiter daran arbeiten nach vorn zu kommen. Die Basis unseres Motorrades ist wirklich gut, aber um noch weiter vor zu fahren, müssen wir noch ein paar Dinge verbessern.”

Phillip Oettl: “Das ganze Wochenende war schwierig, von Anfang bis Ende. Ich war als 29. qualifiziert, bin im Rennen verkrampft gefahren und habe mir das Leben selbst schwer gemacht. Das Motorrad war nicht das Problem, sondern der Fahrer. Wenn ich ruhig meine Linie gefahren wäre, wäre ich vielleicht heute schon in die Punkte gefahren, doch ich wollte zuviel und habe Fehler eingebaut. Es gibt Wochenenden, da fährt man etwas besser und andere, an denen es nicht so gut von der Hand geht. Diesmal lief es nicht so, da braucht man nichts schön zu reden. Aber wir sind alle hochmotiviert, fleißig weiterzuarbeiten und dann eben beim nächsten Rennen in Le Mans in die Punkte vorzustoßen!”

Toni Finsterbusch: “Im WarmUp hatte ich es noch probiert zu fahren und danach war ich beim Arzt. Der meinte es könnte sein, dass der Mittelfuß gebrochen wäre, man aber nichts erkennen kann. Für das Rennen versuchte ich es mit Schmerzmitteln, was zwei Runden lang auch ok war, aber dann wurde es immer schlimmer und ich spürte den Fuß kaum noch. Da entschied ich mich an die Box zu fahren. Jetzt werde ich daheim zu meinem Arzt gehen und mir Gewissheit verschaffen was mit meinem Fuß wirklich ist.”

Florian Alt: “Am Anfang habe ich mich super gefühlt und auch gleich ein paar Plätze gut gemacht. Ich bin sehr schnelle Rundenzeiten gefahren und konnte mit meinen Gegnern gut mithalten. Als ich Mitte des Rennens dann aus der zweiten Kurve heraus fuhr und einen Gang höher schaltete war ganz plötzlich die ganze Elektronik, der Motor, einfach alles aus. Da konnte ich nichts mehr machen. Ana Carrasco, die hinter mir war, konnte nicht mehr ausweichen und holte mich vom Motorrad.”

Sandro Cortese: “Ich bin gut vom Start weggekommen und habe keine Plätze verloren, was auch wichtig ist. Und beim Einlenken, ich war eigentlich schon in der Kurve, ist Pons voll in mich reingefahren. Ich bin auf die letzte Position zurückgefallen und musste mich dann wieder nach vorne kämpfen. Der Rhythmus war sehr hoch, aber Punkte waren leider nicht mehr drin. Ich habe viele Plätze gutgemacht und bin konstant gefahren. Es war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.”

Marcel Schrötter: “Ich bin soweit zufrieden mit dem Verlauf des Rennens. Ich hatte nicht den besten Start und bin ein bisschen im Verkehr stecken geblieben. Zu Beginn des Rennens hatte ich ein bisschen zu lange mit Coris gekämpft, schaffte es aber letztendlich an Elias ran zu fahren, nur leider war dann die Führungsgruppe schon weg. Mein Motorrad war heute allgemein sehr gut. Nur leider fehlte mir das Vertrauen zum Vorderrad und dadurch konnte ich nicht 100% geben. Ich bin aber froh, dass wir uns Stück für Stück verbessern.”

Stefan Bradl: “Wir haben unsere Probleme dieses Wochenende leider nicht in den Griff bekommen und selbst heute lief es alles andere als fließend. Ich bin zeitig gestürzt, weil ich schon zu Beginn des Rennens Probleme mit der Vorderachse hatte und nicht richtig Vollgas geben konnte. Das Gesamtpaket hat einfach nicht zu meinem Fahrstil gepasst. Dieses schwierige Wochenende wurde mit einem Sturz beendet und das tut mir für uns alle leid. Wir müssen dieses Rennen nun hinter uns lassen und hart arbeiten, um uns gut auf Le Mans vorzubereiten.”

Bildquellenangabe: Fritz Glänzel – www.racepixs.de

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